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Mariendistelsamen

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Mariendistelsamen

Speisequalität - Einzelfuttermittel

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Mariendistelsamen
Speisequalität
Die ursprüngliche Heimat der Mariendistel ist der europäische Mittelmeerraum, sowie Teile Nordafrikas und Kleinasiens,
sie ist jedoch mittlerweile in vielen weiteren europäischen Ländern, aber auch in Australien, Kanada und den USA
eingebürgert.
Mariendistel - Silybum marianum (syn. Carduus marianus) - gehört zusammen mit anderen Arten innerhalb der Gattung
Silybum (silibon=Quaste) zur Gruppe der "echten Disteln". Sowohl ältere als auch neuzeitliche Werke führen sie oft
als der Gattung Carduus zugehörend, doch soll uns dies an dieser Stelle nicht weiter irritieren.
Weitere Namen die man oft antrifft wären Stechkraut, wilde Artischocke, Venusdistel, Milchdistel, Weißdistel,
Frauendistel, Heilige Distel (Holy thistle), Heilanddistel, Fieberdistel, Christi Krone oder St.Mary Thistle
(heilige Mariadistel). Wichtig erscheint in dieser Beziehung, dass unter "heilige Distel" auch die Art
"Cnicus benedictus" verstanden wird.
Der Name Milchdistel leitet sich einmal von der milchigen Flüssigkeit ab, welche aus verletzten Blättern oder
Stengeln austritt und andererseits von den weisslichen Abzeichen auf den Blättern, welche einer alten Legende
nach Marias Milch entstammen, als sie auf der Flucht nach Ägypten im Schutze der Disteln sich niederließ um Jesus
zu stillen und einige Tropfen Muttermilch auf die Blätter tropften. Interessant ist, dass aufgrund dieser Legende
Mariendistel zur Förderung der Milchproduktion bei stillenden Müttern verwendet wurde.
Vor über 2000 Jahren begann der kultivierte Anbau von Mariendistel, einerseits für medizinische Zwecke, andererseits
aber auch als Gemüse (wilde Artischocke).
Wohl war der Anbau auch über die Grenzen Europas hinaus bekannt, war jedoch speziell in Deutschland, Griechenland und
Italien äußerst populär. Die medizinische Anwendung bezog sich vornehmlich auf die Behandlung von Erkrankungen der
Leber, Niere und Gallenblase, sowie bei Schlangenbissen und Pilzvergiftungen.
Interessant ist auch in dieser Beziehung, dass nach der Aufnahme von giftigen Pilzen die Einnahme von
Mariendistelsamen bzw. deren Zubereitung die Überlebenschance auf nahezu 100% erhöhte. Beim hochgiftigen
Knollenblätterpilz ist der noch später angesprochene Inhaltsstoff "Silibinin" des Mariendistelsamens das
einzig bekannte "Antidot" (4).
Heutzutage wird Mariendistel hauptsächlich aufgrund ihrer medizinischen Verwendung angebaut, man findet sie jedoch
ebenso als Zierpflanze in Gartenanlagen.
Mariendistelsamen - oft auch als Stechkörner bezeichnet - enthalten Silymarin, bei welchem es sich um ein Gemisch
der Flavonoide Silibinin, Isosilibin, Silidianin und Silicristin handelt.
Dieser Flavonoidkomplex wurde erstmals in den 70er Jahren in Deutschland isoliert. Der Samen enthält etwa 1 - 4%
dieses als "Silymarin" benannten Komplexes. Dieser hat die Fähigkeit die Leber vor einer Vielzahl von Toxinen (Giften)
zu schützen und unterstützt die Regeneration des Lebergewebes, wobei er speziell zur unterstützenden Behandlung von
chronischen entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhosen eingesetzt wird.
Die Wirkstoffe werden aus Presskuchen der Mariendistelsamen isoliert, wobei zur Herstellung des Presskuchen vorab
Mariendistelöl als Beiprodukt anfällt. Oft wird diesem Öl gleichsam eine "Leberschutzwirkung" zugeschrieben,
was aber letztlich nicht zutreffend ist.

Mariendistelsamen haben einen Ölgehalt von etwa 25-30%, welcher durchschnittlich von 60% Linolsäure und 30% Ölsäure
bestimmt wird. Der Proteingehalt liegt bei 20-25%.

Der Mariendistelsamen hat eine relativ harte Schale. Kleinere Vögel, wie auch Kanarien, sind kaum in der Lage den
Samen zu enthülsen. Sie sind jedoch für diese - also nicht nur für die größeren cardueliden Finken, Sittiche und
Papageien - eine sinnvolle Ergänzung innerhalb der Ernährung, ganz abgesehen von der gleichzeitig positiven Wirkung
auf die Leber. Hier bietet es sich an, den Samen entweder in der Mühle kurz anzuschlagen oder auf
Mariendistelsamenpulver (siehe unter Silymed) zurückzugreifen. Sowohl beim Samen als auch beim Pulver sollte man auf
eine Qualität achten, die auf den Humanbereich ausgelegt ist (Pharma- oder Reformqualität).
Bei vorbeugenden Therapien zur Unterstützung der Leber kann man das Pulver entweder pur oder als Zugabe zum
Weichfutter. Ein Teeaufguß ist nicht empfehlenswert, da der Flavonoidkomplex in Wasser schlecht auslösbar ist -
es ist mit einem Wirkstoffverlust von 90% zu rechnen.
Bei akuten Leberproblemen sollte die Behandlung mit einem erfahrenen Tierarzt abgesprochen werden, da zwangsläufig auch der Auslöser unterschiedlichster Natur sein kann.

Analytische Bestandteile:
Protein 16,8% Fett 23,9% Kohlenhydrate 31,8%
Die Analysenwerte unterliegen den bei Naturprodukten üblichen biologischen Schwankungen.

Quellen:
(1) FAO - Food and Agriculture Organization of the united nations - Agricultural and food engineering Technical report - Production and processing of small seeds for birds
(2) IPGRI - International Plant Genetic Resources Institute - Rom - Italien
(3) Chemical study of medicinal plant seeds - S.M.Nolasco, B.Wiese, M.S.Vigo, Olinda E. Quiroga
(4) Toxikologische Abteilung - II. Medizinische Klinik der Technischen Universität München - www.toxinfo.org
(5) www.birdsandmore.de